Geliebt, gehasst, und immer umstritten: Seit Jahren ist die 50+1-Regel ein Reizthema im deutschen Fußball. Die einen sagen: Schützt unseren Sport vor machtgierigen Investoren! Die anderen sagen: Ohne Moos nichts los, ihr Ewiggestrigen! Im August 2026 sorgte die finale Einschätzung des Bundeskartellamtes für einen Paukenschlag. Das Amt sagt: Die 50+1-Regel wäre in ihrer angedachten Form rechtssicher. Und: Für die Einstiege von Großinvestoren gäbe es kein öffentliches Interesse, für Partizipationsmöglichkeiten von Fans in Vereinen jedoch schon. Ein riesiger Sieg für die deutschen Fanszenen und ein Lohn für deren jahrelange Arbeit.
Aber: Wie genau haben deutsche Fußballfans eigentlich für 50+1 gekämpft? Gegen welche Widerstände mussten sie arbeiten? Und was bedeuten die neuen Entwicklungen für die deutsche Fankultur? Darüber sprechen wir mit Christian Bieberstein, einem langjährigen Mitglied der HSV-Ultragruppe Chosen Few und ehemalige Abteilungsleiter des Supporters Club des Vereins. Und wir hören Thomas Kessen, den Sprecher des bundesweiten Fanzusammenschlusses Unsere Kurve. Der Sportrechtler Dr. Paul Lambertz ordnet ein, was die Feststellung des Bundeskartellamts für die Zukunft der 50+1-Regel bedeutet – und was explizit nicht. Denn klar ist: So wichtig dieser Sieg für die deutschen Fanszenen ist, die eigentlich Arbeit beginnt erst jetzt.
Hier findet ihr finale Bewertung des Bundeskartellamtes
Moderation: Louis Richter
Redaktion: Louis Richter und Tim Pommerenke
Audioproduktion und Sounddesign: Lia Wittfeld
Musik: Philipp Fackler

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