Am 11. September 2001 starben fast 3000 Menschen in New York und Washington. Was danach kam, veränderte das Leben von Millionen: fast eine Million unmittelbare Kriegstote, über vier Millionen indirekte Opfer. Fast alle waren Muslime.
Zum 25. Jahrestag geht es in dieser Folge von »Acht Milliarden« nicht um den Anschlag, sondern um das, was er ausgelöst hat. SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter spricht mit Host Juan Moreno. Reuter war zwei Tage nach dem Fall Bagdads in der Stadt. Er hat gesehen, wie amerikanische Ermittler sich nicht einmal für die Beweise ihrer eigenen Behauptungen interessierten. Er erklärt, warum die Auflösung des irakischen Staatsapparats den Islamischen Staat hervorbrachte, warum die Tötung Ali Chameneis dem iranischen Regime genützt hat, warum in Afghanistan zwei Billionen Dollar eine Regierung der Kriminellen finanzierten.
Reuters Bilanz nach 25 Jahren: Keiner der Beteiligten hat gewonnen. Weder die USA noch al-Qaida. Profitiert hat eine Macht, die mit beiden Seiten nichts zu tun hatte.
Podcast-Tipp:
Im SPIEGEL-Podcast »MAD KINGS: Machtprobe für Deutschland« entschlüsseln wir jede Woche aktuelle Machtkämpfe. Britta Sandberg, langjährige Auslandskorrespondentin, und Christoph Hickmann, SPIEGEL-Politikchef, fragen: Wie viel Einfluss haben die neuen Mächtigen – und welche Antworten findet die deutsche Politik, wenn sich die Welt neu ordnet?

Falsche Vorfahren, echter Pass: Der Betrug mit Artikel 116 GG:
31:06

Donald Trump und die Solarenergie: Der unfreiwillige Helfer
28:32

»Inside Austria« über Hitlers Geburtshaus in Braunau
33:50